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Freitag, 25. November 2011
Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben- Talentschmiede für morgen.
Aktive Hilfe auf dem Weg in das Berufsleben und dabei strahlende Gesichter bei den vielen Schülern der Realschule Lüdinghausen. Die Achtklässler waren begeistert bei der Sache, im Fachbereich Holz wurden CD-Ständer in Gitarrenform nach technischen Zeichnungen gebaut , im Friseurbereich durfte gewickelt und geföhnt werden und im Lebensmittelbereich standen die Schüler und Schülerinnen begeistert am Herd und zauberten kleine Gerichte. Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe war mit an Bord.
Das zweiwöchige Berufsorientierungsprogramm gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, in die Berufswelt herein zu schnuppern, eigene Talente in bis zu sechs Berufsfeldern in den Profiwerkstätten in Dülmen und Lüdinghausen zu entdecken und eine gezielte Orientierung für die kommenden Praktika in der 9. Klasse zu gewinnen. Auch werden verschieden Berufe von Handwerksmeistern und Kaufleuten persönlich vorgestellt. Deshalb unterstützen die regionalen Unternehmen und Innungen das Programm, dessen Ziel eine systematische und individuelle Berufsorientierung ist. Die Schule, Lehrer und die Agentur für Arbeit, sind dabei voll integriert.
„Wir sind ein wichtiges Element auf dem Weg zur Berufsfindung, hier gibt es viele Schnittstellen für die Schüler verschiedenste Möglichkeiten aus zu probieren, was besser ist als nur das theoretische Testen von Fähigkeiten ist. Alle Schüler erhalten am Ende eine wissenschaftlich fundierte Bescheinigung Ihrer Fähigkeiten und individuellen Fördermöglichkeiten“ erklärt Dominik Lietz, Projektkoordinator im Standort der Handwerks-Bildungsstätten in Lüdinghausen und in Dülmen.
„Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragene Programm soll dazu beitragen, die Schul- und Ausbildungsabbrüche zu senken und mittelfristig auch dem Fachkräftemangel, gerade in technischen Bereichen, bis hin zum Studium entgegenzuwirken“. Zudem wirkt es förderlich für das Verständnis von mathematischen und technischen Fächern, fördert das räumliche Denken und motiviert die Handlungsorientierung“ erklärt Dr. Michael Oelck, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Coesfeld. Dabei ist die enge Zusammenarbeit der Bildungsträger mit den Schulen vorbildlich. „Hier entsteht eine Talentschmiede, die wir dringend in der Region benötigen,“ so Dr. Oelck.
Auch Anne Geldermann, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, besucht die Schüler in den Handwerks-Bildungsstätten und freut sich über die Unterstützung durch das Berufsorientierungs-Programm. „Schüler die das Programm mitmachen, interessieren sich gezielter. Die Maßnahme ist super, hilft uns bei der späteren Berufs-Beratung in den Schulen“.
Dass dieses Bundesprogramm mit ca. 80.000 Teilnehmern in Deutschland seine Wirkung zeigt, bestätigt auch Christina Gierhardt, Berufswahlkoordinatorin der Realschule Lüdinghausen. „Die Jugendlichen sind begeistert und auch die Rückmeldung der Eltern ist sehr positiv“.
Die Kreishandwerkerschaft Coesfeld bietet das Berufsorientierungsprogramm in ihren Bildungsstätten in Dülmen, Lüdinghausen und Coesfeld an – in 9 Berufsfeldern von Holzverarbeitung über Farb- und Raumgestaltung bis Kraftfahrzeugtechnik und in kaufmännischen Berufen. Ab Klasse 8 können Schülerinnen und Schüler aus allgemeinbildenden Schulen teilnehmen. Ca. 2.000 Schüler sind in 2011 und 2012 insgesamt dabei. „Die im Arbeitsmarkt gut positionierten Schulen im Kreis Coesfeld, machen mit“, so Dr. Oelck abschließend.



